8 Kommentare
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Avatar von Sebastian Sylvester

- Die alten Chinesen verbrannten (buchstäblich) alle Brücken hinter sich.

- Die Römer taten es ihnen mit den Schiffen gleichen.

- Napoleon manövrierte sich bewusst in ausweglose Situationen - aus denen es nur eine Richtung gab.

Der Autor Robert Greene nennt das "Death Ground Strategy".

"Sink or swim", wie die Amerikaner sagen.

Krasse Recherche-Arbeit btw 😮🫡

Avatar von Simon Richartz

Mega Ergänzung, danke dir! 🙏

Die „Death Ground Strategy“ ist wirklich der ultimative Hebel für Hartgesottene.

Ich dachte immer, ich bin eher Team „Sicherer Hafen“ (nebenberuflich starten und so), aber wenn ich ehrlich bin: Genau das ist bei mir ja passiert. Nach meiner Kündigung gab's einfach kein Zurück mehr in die alte Welt, ich hab die Brücke quasi hinter mir einstürzen sehen.

Und jetzt, mit Frau und 6 Monate altem Junior zuhause, sind die Stakes eh auf Anschlag. Das fühlt sich jeden Tag nach "Sink or Swim" an – genau der Druck, der jede Ausrede killt.

Avatar von Sebastian Sylvester

Good News: Für dich gibt es nur eine Richtung 🫡

Avatar von MAXIMUS

Simon, du schaffst es mit jedem deiner Texte einen neuen Standard zu setzen. Chapeau.

Letztens mit @Falco Aust im Call, habe ich festgestellt, wo meine größten Schwächen liegen: Routinen aufzustellen, die ich einhalte - auch wenn der Meteor neben mir einschlagen sollte.

Seine Worte, in Kombination mit deinem Post sorgen dafür, dass ich mir jetzt direkt ein Framework erstelle, damit ich immer weiß, was ich wann und wo zu erledigen habe.

Ich überlasse nur ungern Dingen den Zufall.

Dein Post war der richtige Impact zur richtigen Zeit.

Danke dir dafür.

Avatar von Simon Richartz

Oha, danke dir! Das geht runter wie Öl. 🙏

Aber ganz im Ernst: Genau solche Rückmeldungen sind der absolute Treibstoff. Dass du jetzt direkt ins Handeln kommst und dir dein Framework baust, ist für mich die perfekte Bestätigung für das Impact-Ziel, über das ich geschrieben habe. Zu sehen, dass der Funke überspringt und der Text echt echt hilft, ist einfach mega erfüllend.

Viel Erfolg beim Aufsetzen – und lass dich von so einem kleinen Meteor stressen! 😉

Avatar von Elisa

Tatsächlich ist die Wissenschaft heute nicht mehr so der Meinung, dass Willenskraft begrenzt ist. Gab ziemlich viele Replikationsprobleme mit Baumeisters Studien. Es ist wohl nicht so, dass die Willenskraft wie ein Tank leer läuft (weil sie von sehr vielen Teilen im Gehirn getragen wird). Man diskutiert eher, ob es nicht die Motivation oder Einstellung ist, die sich verändert. Kleiner side fact aus der Neurowissenschaft (Mensch, mein Studium taugt ja doch was :D)

Avatar von Simon Richartz

Hey, danke für den wichtigen Einwand! Du hast absolut recht, das Bild vom „Willenskraft-Tank“, der sich unweigerlich von morgens bis abends leert, gilt tatsächlich als überholt (gut, dass sich dein Studium bezahlt macht! :D).

Meine Formulierung – Willenskraft ist begrenzt, Umgebungsdesign unbegrenzt – war an der Stelle auch eher ein rhetorisches Spiel. Faktisch ist beides übertrieben: Wir haben weder strikt begrenzte Willenskraft noch völlig unbegrenzte Möglichkeiten, unsere Umgebung zu gestalten.

Trotzdem wäre es fatal, daraus zu schließen, dass Disziplin und bloßer Hustle am Ende die Lösung sind. Ich glaube nämlich, dass echte Konstanz vor allem durch Identitätsarbeit entsteht. Man muss in die Richtung arbeiten, wohin die Neugier einen treibt – an den emotionalen Fäden ziehen, die man einfach nicht loslassen kann (egoistisch sein: erst dir selbst helfen, dann anderen). Wenn man so seinen Werten folgt, dann entstehen Kohärenz, Klarheit und ein Antrieb, der fast unbegrenzt wirkt.

Nicht Follower jagen, sondern jemand werden, dem es sich zu followen lohnt. So entsteht Resonanz, mit der man irgendwann leben kann – und zwar mit einer Arbeit, die man liebt, weil sie sich nach dir anfühlt.

Und genau dann hast du auch nie wieder ein Willenskraft-Problem.

Avatar von Elisa

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Bin da ganz bei dir (: